Website erstellen: Dauer realistisch einschätzen (und warum DIY oft teurer ist)
Du hast die zündende Idee, ein klares Angebot und willst endlich online sichtbar werden. Nur eine Frage hält dich zurück: Wie lange dauert es eigentlich, eine Website zu erstellen? Vielleicht hast du schon gehört, dass man „sowas heute in einem Wochenende“ macht. Oder du hast Angst, dass sich dein Projekt monatelang zieht und dein Start in weite Ferne rückt.
Ich nehme dir die Unsicherheit. In diesem Artikel zeige ich dir ehrlich, wie lange die Erstellung einer Website wirklich dauert, welche Phasen dahinterstecken und welcher Faktor am häufigsten alles ausbremst. Und ich spreche etwas an, das in den meisten Artikeln untergeht: Was es dich kostet, wenn du es selbst machst und dabei deinen eigenen Stundensatz aus dem Blick verlierst.
Inhaltsverzeichnis
- Die kurze Antwort: 2 Wochen bis 6 Monate
- Warum die Spanne so groß ist: Die echten Phasen einer Website
- Selbst machen geht doch schneller, oder? Die ehrliche Rechnung
- So beschleunigst du deine Website (egal ob selbst oder mit Profi)
- Fazit: Qualität braucht Zeit, aber keine Ewigkeit
- FAQ
- Gratis Tipps für eine anziehende WordPress Webdesign Website
Die kurze Antwort: 2 Wochen bis 6 Monate
Ich will dich nicht mit einer Pauschalantwort abspeisen, also gleich vorweg die Spanne, mit der erfahrene Webdesignerinnen tatsächlich kalkulieren: Die meisten Projekte landen irgendwo zwischen 2 Wochen und 6 Monaten. Klingt vage? Ist es auch, und zwar aus gutem Grund. Eine einseitige Visitenkarten-Seite ist schlicht ein anderes Projekt als ein achtseitiger Unternehmensauftritt mit Blog und Onlineshop.
Damit du ein Gefühl bekommst, hier die typischen Zeitspannen nach Projektgröße:
| Projekttyp | Umfang | Realistische Dauer |
|---|---|---|
| Onepager | 1 Seite, klares Angebot | 1–2 Wochen |
| Kleine Unternehmensseite | 5–8 Seiten, Standard-Design | 3–5 Wochen |
| Individuelle Website | Eigenes Design, Sonderfunktionen | 6–12 Wochen |
| Onlineshop | Produkte, Warenkorb, Zahlung | 2–6 Monate |
Diese Zahlen gelten unter einer wichtigen Bedingung: dass alles reibungslos läuft. In der Praxis tut es das selten. Warum, das schauen wir uns jetzt Schritt für Schritt an.
Warum die Spanne so groß ist: Die echten Phasen einer Website
Viele denken bei „Website erstellen“ nur ans Bauen, also ans Zusammenklicken im WordPress-Editor. Tatsächlich ist das oft der kürzeste Teil. Eine WordPress-Installation ist in wenigen Stunden eingerichtet. Die Zeit frisst alles drumherum. Ich gliedere ein Projekt grob in vier Phasen:
1. Strategie und Konzept
Hier legst du Ziele, Zielgruppe, Seitenstruktur und Funktionen fest. Diese Phase wird gern übersprungen und genau das rächt sich später. Wer ohne Plan loslegt, baut zweimal. Für kleine Projekte rechne mit 1–2 Tagen, für größere mit 3–5 Tagen.
2. Inhalte: der heimliche Zeitfresser
Das ist der Punkt, an dem die meisten Projekte stehen bleiben. Texte schreiben, Bilder auswählen oder schießen lassen, alles korrekturlesen und sinnvoll strukturieren, das dauert. Und es liegt fast immer beim Kunden. Wenn ich höre „die Texte liefere ich dir nächste Woche“, weiß ich aus Erfahrung: Daraus werden oft Monate. Nicht aus bösem Willen, sondern weil Texten neben dem Tagesgeschäft brutal anstrengend ist.
3. Design und Umsetzung
Jetzt wird gebaut: Layout, Farben, Schriften, Vorlage oder individuelles Design. Mit einem fertigen Theme geht das flott. Ein maßgeschneidertes Design kostet mehr Zeit, sieht aber auch nicht aus wie tausend andere Seiten. Hier entscheidet sich, wie viel von deiner Persönlichkeit auf der Seite ankommt.
4. Technik, Tests und Launch
Sicherheit, Performance, SEO-Grundlagen, Datenschutzerklärung, Kontaktformular, mobile Ansicht und am Ende ausgiebiges Testen. Dieser Feinschliff wird unterschätzt, macht aber den Unterschied zwischen „läuft irgendwie“ und „läuft professionell“.
Der häufigste Verzögerungsgrund ist übrigens keiner dieser Schritte selbst, sondern die Wartezeit dazwischen: fehlende Inhalte, langsame Rückmeldungen und neue Wünsche mitten im Projekt („Können wir noch schnell einen Shop einbauen?“). Jede dieser kleinen Änderungen zieht den Launch nach hinten.
Checkliste: Das beeinflusst deine Dauer
- Umfang und Seitenanzahl – mehr Seiten, mehr Zeit
- Standard-Theme oder individuelles Design
- Sind Texte und Bilder schon fertig oder müssen sie erstellt werden?
- Sonderfunktionen wie Shop, Buchungssystem oder Mehrsprachigkeit
- Wie schnell du Feedback gibst
- Die Auslastung deiner Webdesignerin (gute sind oft Wochen im Voraus ausgebucht)
Selbst machen geht doch schneller, oder? Die ehrliche Rechnung
Jetzt kommen wir zum Teil, den ich dir besonders ans Herz lege, weil ich ihn am eigenen Leib erlebt habe. Als ich meine erste eigene Website gebaut habe, dachte ich: „Das mach ich selbst, dann spare ich Geld.“ Was ich gespart habe an Rechnungen, habe ich vielfach drauflegt an Zeit. Ich habe damals meine komplette Energie in die Webseite gesteckt, jeden Abend, jedes Wochenende. Zum eigentlichen Verkaufen, also zu dem, womit ich Geld verdienen wollte, bin ich kaum noch gekommen.
Das ist der Denkfehler bei DIY: Die Website fühlt sich kostenlos an, weil keine Rechnung kommt. Aber deine Zeit ist nicht kostenlos. Sie ist sogar dein wertvollstes Gut.
Mach dir deinen Stundensatz bewusst
Hier ist eine Übung, die ich jedem Selbstständigen empfehle. Bevor du beschließt, deine Website selbst zu bauen, beantworte dir ehrlich eine Frage: Was ist eine Stunde deiner Arbeitszeit wert? Nimm deinen kalkulierten Stundensatz, also den Betrag, den du einem Kunden für eine Stunde deiner eigentlichen Leistung berechnest. Und jetzt rechne nach:
| Aufgabe | Profi (geübt) | Du (Einsteiger:in) |
|---|---|---|
| WordPress + Theme einrichten | 2–3 Std. | 10–15 Std. (inkl. Recherche) |
| Design anpassen | 5–8 Std. | 20–40 Std. (Trial & Error) |
| Plugins, Technik, Sicherheit | 3–5 Std. | 15–25 Std. |
| Fehlersuche, wenn etwas kaputtgeht | 1–2 Std. | unbegrenzt 😅 |
Rechne deine geschätzten DIY-Stunden mal deinen Stundensatz. Bei einem Stundensatz von 60 Euro und realistischen 80 Stunden Einarbeitung plus Umsetzung kommst du schnell auf einen „Gegenwert“ von rund 4.800 Euro, den du gar nicht siehst, weil er nicht auf einer Rechnung steht. Dazu kommt: In diesen 80 Stunden hast du nicht akquiriert, nicht verkauft, nicht das gemacht, wofür Kunden dich bezahlen.
Das heißt nicht, dass DIY immer falsch ist. Wenn du gern bastelst, Zeit hast und am Anfang jeder Euro zählt, ist das absolut legitim. Ich will nur, dass du die Entscheidung mit offenen Augen triffst und nicht in die Falle „kostet ja nichts“ tappst. Meine Unterstützung spart dir oft genau die Zeit, in der du dein eigentliches Geld verdienst.

Lass uns deine Mission zeigen.
Wir erzählen deinem Kunden deine Mission.
Wir erzählen deine Lebensgeschichte.
Ich kümmere mich um deine Webseite.
Du machst dein Business.
So beschleunigst du deine Website (egal ob selbst oder mit Profi)
Die gute Nachricht: Du hast mehr Einfluss auf die Dauer, als du denkst. Der größte Hebel liegt nicht bei der Technik, sondern bei deiner Vorbereitung.
Checkliste: So wird deine Website schneller fertig
- Liefere Texte und Bilder so früh wie möglich, am besten vor dem Start
- Lege vorher fest, was die Seite leisten soll, und halte dich daran
- Gib Feedback gebündelt und zügig statt tröpfchenweise
- Verschiebe Sonderwünsche (Shop, Mehrsprachigkeit) in eine zweite Ausbaustufe
- Verabschiede dich vom Perfektionismus: Eine gute Seite online schlägt eine perfekte Seite im Entwurf
Diesen letzten Punkt kann ich nicht oft genug betonen. Ein Drittel aller selbst gestarteten Website-Projekte geht nie online, weil sich niemand traut, auf „Veröffentlichen“ zu klicken. Deine Seite darf wachsen. Sie muss am Launch-Tag nicht fertig sein, sie muss da sein.
Fazit: Qualität braucht Zeit, aber keine Ewigkeit
Eine Website zu erstellen dauert in der Regel zwischen wenigen Wochen und einigen Monaten, je nach Umfang, Inhalten und Zusammenarbeit. Der größte Bremsklotz sind fast immer die Inhalte und mitten im Projekt geänderte Wünsche, nicht die Technik. Und wenn du überlegst, alles selbst zu machen: Rechne deine Zeit ehrlich mit deinem Stundensatz gegen. Oft ist die vermeintlich günstige DIY-Variante die teuerste, weil sie dich genau dort kostet, wo du eigentlich verdienst.
Mir ist wichtig, dass du diesen langen, steinigen Weg nicht gehen musst, den ich damals gegangen bin. Deine Energie gehört in dein Business und in deine Kunden, nicht in stundenlange YouTube-Tutorials über CSS-Fehler.
Hinweis: Dieser Artikel enthält allgemeine Empfehlungen und Erfahrungswerte. Jedes Projekt ist individuell, eine persönliche Beratung kann er nicht ersetzen.
FAQ
Ein Onepager ist oft in 1–2 Wochen online, sofern Texte und Bilder bereitstehen. Bei einer kleinen Unternehmensseite mit 5–8 Seiten solltest du eher mit 3–5 Wochen rechnen.
In den allermeisten Fällen liegt es an fehlenden Inhalten oder an Wünschen, die erst während der Umsetzung dazukommen. Die reine Bauzeit ist selten das Problem, die Wartezeit dazwischen schon.
Selten. Als Einsteiger:in brauchst du für jede Aufgabe ein Vielfaches der Zeit, weil Recherche und Fehlersuche dazukommen. Gerechnet auf deinen Stundensatz ist DIY oft die teuerste Variante.
Liefere Inhalte früh, gib zügig gebündeltes Feedback und entscheide vorab, was die Seite leisten soll. Sonderfunktionen lassen sich gut in eine zweite Ausbaustufe verschieben.
Deutlich länger als eine normale Website, meist 2–6 Monate. Produkte, Warenkorb, Zahlungsabwicklung und rechtliche Vorgaben machen das Projekt komplexer.
Nein. Ein Launch ist der Startpunkt, nicht das Ziel. Inhalte, SEO und Funktionen darfst und solltest du danach laufend weiterentwickeln.
Gratis Tipps für eine anziehende WordPress Webdesign Website
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